
Website-Relaunch-Checkliste: Technik, SEO und Go-live
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Ein Relaunch verbindet Gestaltung, Inhalte, Technik und laufenden Betrieb. Mit dieser Checkliste bereitest du die wichtigsten Entscheidungen vor, prüfst die Veröffentlichung und planst die Betreuung danach.
Die wichtigsten Punkte im Überblick
Vorbereiten
Ziele, Inhalte und technische Anforderungen klären. Zuständigkeiten, URL-Plan und Testumgebung früh festlegen.
Veröffentlichen
Weiterleitungen, Indexierbarkeit, Formulare und wichtige Seitentypen prüfen. Veröffentlichung und Rückfallplan abstimmen.
Weiter betreuen
Fehler, Sichtbarkeit und Anfragewege nach dem Start kontrollieren. Monitoring und Pflege in die laufende Betreuung übernehmen.
Ziele, Inhalte und Anforderungen klären
1.1 Ziele festziehen (damit ihr später nicht „irgendwie fertig“ seid)
- Was soll der Relaunch messbar verbessern? Beispiele: Anfragen, Terminbuchungen, Newsletter-Opt-ins, Bewerbungen, Downloads.
- Welche Seiten sind wichtige Einstiegs- und Leistungsseiten? Startseite, Leistungen, Case Studies, Kontakt, Landingpages, Blog-Kategorien.
- Was muss zum Start fertig sein und was folgt später?
1.2 Bestehende Inhalte sichten
- Liste alle bestehenden Inhalte (Pages + Blog + PDFs + Landingpages).
- Markiere: behalten, aktualisieren, zusammenführen, löschen, neu erstellen.
- Lege für jede Seite fest: Ziel, Zielgruppe, Suchintention, CTA.
1.3 Technik- und CMS-Basis klären
- Welche Plattform, welche Deployment-Logik, welche Staging-Umgebung?
- Gibt es Abhängigkeiten: CRM, Newsletter, Terminbuchung, Karriere-Tool, Produktdaten, externe Formulare?
- Wer ist verantwortlich für Inhaltsfreigaben und wer entscheidet bei Konflikten?
URLs und Suchsichtbarkeit vorbereiten
2.1 URL-Plan: Welche URLs bleiben, welche ändern sich?
- Idealfall: so wenig URL-Änderungen wie möglich.
- Wenn URLs sich ändern: plane die Ziel-URL pro alter URL (1:1 oder sinnvoll zusammengeführt).
- Vermeide „alles auf die Startseite“. Google nennt das explizit problematisch und es kann als Soft-404 gewertet werden.
2.2 Redirect-Matrix erstellen (vor dem Go-live, nicht danach)
- Exportiere die wichtigsten alten URLs aus Sitemap, Analytics/Logs und Search Console (Top-Traffic, Top-Links).
- Lege Redirects (301) fest und teste sie systematisch.
- Plane Redirect-Laufzeit: Google empfiehlt, Redirects so lange wie möglich zu behalten, in der Regel mindestens 1 Jahr.
2.3 Canonicals, Indexierung, Robots: die Klassiker, die Relaunches ruinieren
- Canonical-Tags müssen auf die neuen finalen URLs zeigen (kein Mix alt/neu).
- Prüfe, ob die Live-Seiten indexierbar sind. Eine Testumgebung kann weiterhin vor der Indexierung geschützt bleiben.
- Stelle sicher, dass die neue Website nicht aus Versehen durch robots.txt blockiert ist.
2.4 Sitemaps: sauber neu einreichen
- Baue eine aktuelle Sitemap und stelle sie erreichbar bereit.
- Reiche sie in der Search Console ein (Sitemaps-Bericht) und beobachte Status/Fehler.
- Bei Domainwechsel: Google empfiehlt zusätzlich „Change of Address“ in Search Console (nicht für HTTP->HTTPS nötig).
Weiterführende Hinweise findest du bei Google zu Website-Umzügen mit URL-Änderungen. LOOM begleitet diese Planung beim TYPO3-Relaunch.
Performance und Nutzererfahrung prüfen
Du musst nicht „perfekt optimieren“. Aber du solltest vermeiden, dass der Relaunch die Nutzererfahrung messbar verschlechtert.
Google nennt Core Web Vitals (LCP, INP, CLS) als wichtige UX-Signale und gibt klare Zielwerte:
- LCP unter 2,5 Sekunden
- INP unter 200 Millisekunden
- CLS unter 0,1
Praktische Relaunch-Checks:
- Hero-Bereich: Bildgrößen, Ladepriorität, keine unnötigen Render-Blocker.
- Fonts: sauber laden, Layout-Sprünge vermeiden.
- Komponenten mit spätem Laden (Slider, Maps, Embeds): Platz reservieren, sonst CLS-Probleme.
- Interaktive Elemente: Menüs, Filter, Formulare auf „Responsiveness“ testen (INP).
Die Kennzahlen werden in der Google-Dokumentation zu Core Web Vitals erläutert. Labortests und reale Nutzerdaten ergänzen sich.
Tracking und Anfragewege testen
Ohne Messung ist ein Relaunch ein Bauchgefühl-Projekt. Du brauchst keine komplizierte Tracking-Theorie, aber ein Mindest-Setup:
Vorher/Nachher Benchmark festhalten:
- organischer Traffic (Landingpages, Brand/Non-Brand)
- Conversions (Kontakt, Lead, Termin, Bewerbung, Download)
- Seiten mit höchstem Wert für dein Unternehmen (Top 10)
- Core Web Vitals-Status in Search Console oder PageSpeed Insights (reale Nutzerdaten)
Relaunch-Tracking-Checkliste:
- Basis-Tags laufen (Analytics/Tag Manager)
- Conversion-Ereignisse sind identisch oder bewusst neu definiert
- Danke-Seiten / Events funktionieren (Test-Conversion durchführen)
- Kampagnen-Parameter (UTM) werden nicht zerstört
- 404-Tracking aktiv (damit du Redirect-Lücken schnell siehst)
Inhalte und interne Verlinkungen planen
5.1 Inhalte nach Suchintention strukturieren
- Leistung = Problem + Lösung + Projektbelege + Prozess + FAQ + CTA
- Case Studies = Ausgangslage + Vorgehen + Ergebnis + Zahlen/Belege + Learnings
- Blog = Hub-Logik: Kategorien/Cluster statt isolierter Einzelposts
5.2 Interne Verlinkung planen (Relaunch-Chance, kein Nachtrag)
- Von starken Seiten auf wichtige Leistungsseiten verlinken
- Blogartikel in thematische Cluster bringen
- Navigation, Footer, und Verlinkungen zu weiterführenden Inhalten bewusst nutzen
5.3 Projektbelege einbauen (damit B2B-Seiten mehr Anfragen bringen)
- Referenzen, Ergebnisse, Kundenstimmen, Prozessgrafik, Timeline
- Konkrete Leistungsversprechen statt Floskeln
- FAQs zu typischen Entscheidungsfragen (auch SEO-stark)
Wir unterstützen auch bei Inhaltspflege und Seitenaufbau.
Veröffentlichung vorbereiten
6.1 Technische Go-live-Checks
- Redirects live und getestet (Stichprobe + automatisierter Crawl)
- 404-Seiten: sinnvoll, mit Links, nicht „tot“
- SSL/HTTPS korrekt, keine Mixed-Content-Warnungen
- Performance: Startseite und 3–5 wichtigste Templates prüfen
- Formulare: alle testen (inkl. E-Mail-Zustellung, Spam-Schutz, Bestätigungen)
- Suche (falls vorhanden): Index aktuell, Ergebnisse plausibel
6.2 SEO Go-live-Checks
- robots.txt und noindex sauber
- Canonicals korrekt
- Sitemap aktuell und eingereicht
- Wichtige Seiten per URL Inspection anstoßen (wenn nötig)
6.3 Operativer Go-live-Plan
- Zuständigkeiten für „Hotfix-Fenster“ (erste 24–72 Stunden)
- Rollback-Plan (wenn wirklich nötig)
- Monitoring: Wer schaut wann in welche Reports?
Nach dem Relaunch kontrollieren
Woche 1
- Crawl-Fehler beobachten (Indexierung)
- 404s sammeln und Redirects nachziehen
- Conversion-Tracking validieren (echte Leads/Tests)
Woche 2–4
- Rankings und Landingpage-Traffic vergleichen (vorher/nachher)
- Interne Links optimieren (was wird geklickt, was nicht?)
- Performance-Quick-Wins nachziehen (LCP/INP/CLS)
Wichtig: Google weist darauf hin, dass Sichtbarkeit während einer Migration/Relaunch-Phase vorübergehend schwanken kann und sich mit der Zeit stabilisiert.
Die laufende TYPO3-Betreuung kann Monitoring, Tests und die Weiterentwicklung nach dem Launch einschließen.
Die kompakte Relaunch-Checkliste
Vorbereitung
- Ziele, Umfang und notwendige Funktionen zum Start
- Inhalte sichten und zuordnen (behalten/neu/zusammenführen/löschen)
- URL-Plan + Redirect-Matrix
- Staging mit realistischem Setup
SEO/Tech
- Redirects 301 sauber, nicht „alles auf Startseite“
- Canonicals, robots, noindex geprüft
- Sitemap neu gebaut und in Search Console eingereicht
- Performance-Prüfung (LCP/INP/CLS im Blick)
Go-live
- Formulare und Conversions getestet
- Monitoring aktiv (404, Indexierung, Traffic, Leads)
- Hotfix-Fenster + Verantwortlichkeiten
Nachlauf
30 Tage: Fehler nachziehen, interne Links optimieren, Quick Wins umsetzen
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