Website Relaunch Checkliste 2026: Technik, SEO, Content, Go-live

Website Relaunch Checkliste 2026 als visuelle Übersicht: Clipboard mit Checkliste zu Technik, SEO, Content und Go-live, daneben Laptop im modernen Büro-Setup.
17
Mai, 2026

Website Relaunch Checkliste 2026: Technik, SEO, Content, Go-live

Ein Relaunch ist selten „nur Design“. In der Realität ist es ein kontrollierter Umbau am laufenden Betrieb: Inhalte, URLs, Templates, Performance, Tracking, SEO-Signale, interne Prozesse. Wenn du diese Dinge nicht planst, verlierst du nicht nur Zeit, sondern oft auch Sichtbarkeit, Leads und Vertrauen.

Diese Website Relaunch Checkliste 2026 ist bewusst praxisnah geschrieben: als Redaktions- und Projekt-Blueprint, den du direkt in eure Planung übernehmen kannst. Ohne Rechtsberatung, ohne Buzzwords, aber mit den Punkten, die in echten Projekten den Unterschied machen.

1. VOR DEM RELAUNCH: ZIELE, SCOPE, REALITÄTSCHECK

1.1 Ziele festziehen (damit ihr später nicht „irgendwie fertig“ seid)

  • Was soll der Relaunch messbar verbessern? Beispiele: Anfragen, Terminbuchungen, Newsletter-Opt-ins, Bewerbungen, Downloads.
  • Welche Seiten sind „money pages“? Startseite, Leistungen, Case Studies, Kontakt, Landingpages, Blog-Kategorien.
  • Was ist Must-have zum Go-live und was ist Phase 2?

1.2 Content-Inventur starten (der unterschätzteste Hebel

  • Liste alle bestehenden Inhalte (Pages + Blog + PDFs + Landingpages).
  • Markiere: behalten, aktualisieren, zusammenführen, löschen, neu erstellen.
  • Lege für jede Seite fest: Ziel, Zielgruppe, Suchintention, CTA.

1.3 Technik- und CMS-Basis klären

  • Welche Plattform, welche Deployment-Logik, welche Staging-Umgebung?
  • Gibt es Abhängigkeiten: CRM, Newsletter, Terminbuchung, Karriere-Tool, Produktdaten, externe Formulare?
  • Wer ist verantwortlich für Content-Freigaben und wer entscheidet bei Konflikten?

 

2. SEO-BASIS: DAMIT RANKINGS NICHT „AUS VERSEHEN“ WEGBRECHEN

2.1 URL-Plan: Welche URLs bleiben, welche ändern sich?

  • Idealfall: so wenig URL-Änderungen wie möglich.
  • Wenn URLs sich ändern: plane die Ziel-URL pro alter URL (1:1 oder sinnvoll zusammengeführt).
  • Vermeide „alles auf die Startseite“. Google nennt das explizit problematisch und es kann als Soft-404 gewertet werden.

2.2 Redirect-Matrix erstellen (vor dem Go-live, nicht danach)

  • Exportiere die wichtigsten alten URLs aus Sitemap, Analytics/Logs und Search Console (Top-Traffic, Top-Links).
  • Lege Redirects (301) fest und teste sie systematisch.
  • Plane Redirect-Laufzeit: Google empfiehlt, Redirects so lange wie möglich zu behalten, in der Regel mindestens 1 Jahr.

2.3 Canonicals, Indexierung, Robots: die Klassiker, die Relaunches ruinieren

  • Canonical-Tags müssen auf die neuen finalen URLs zeigen (kein Mix alt/neu).
  • Prüfe, ob auf Staging irgendwo „noindex“ gesetzt wurde und ob das vor Go-live entfernt ist.
  • Stelle sicher, dass die neue Website nicht aus Versehen durch robots.txt blockiert ist.

2.4 Sitemaps: sauber neu einreichen

  • Baue eine aktuelle Sitemap und stelle sie erreichbar bereit.
  • Reiche sie in der Search Console ein (Sitemaps-Bericht) und beobachte Status/Fehler.
  • Bei Domainwechsel: Google empfiehlt zusätzlich „Change of Address“ in Search Console (nicht für HTTP->HTTPS nötig).
Wir begleiten unsere Kund:innen von der strategischen Idee bis zur Umsetzung digitaler Erlebniswelten. Dabei verbinden wir Funktion, Design und Wirkung so, dass am Ende nicht nur eine schöne Website entsteht, sondern eine Lösung, die gefunden wird, schnell lädt und messbar Ergebnisse liefert.


3. PERFORMANCE 2026: CORE WEB VITALS ALS PRAKTISCHE QUALITÄTSKONTROLLE

Du musst nicht „perfekt optimieren“. Aber du solltest vermeiden, dass der Relaunch die Nutzererfahrung messbar verschlechtert.

Google nennt Core Web Vitals (LCP, INP, CLS) als wichtige UX-Signale und gibt klare Zielwerte:

  • LCP unter 2,5 Sekunden
  • INP unter 200 Millisekunden
  • CLS unter 0,1

Praktische Relaunch-Checks:

  • Hero-Bereich: Bildgrößen, Ladepriorität, keine unnötigen Render-Blocker.
  • Fonts: sauber laden, Layout-Sprünge vermeiden.
  • Komponenten mit spätem Laden (Slider, Maps, Embeds): Platz reservieren, sonst CLS-Probleme.
  • Interaktive Elemente: Menüs, Filter, Formulare auf „Responsiveness“ testen (INP).

4. TRACKING UND MESSUNG: DAMIT DU DEN RELAUNCH BELEGEN KANNST

Ohne Messung ist ein Relaunch ein Bauchgefühl-Projekt. Du brauchst keine komplizierte Tracking-Theorie, aber ein Mindest-Setup:

Vorher/Nachher Benchmark festhalten:

  • organischer Traffic (Landingpages, Brand/Non-Brand)
  • Conversions (Kontakt, Lead, Termin, Bewerbung, Download)
  • Seiten mit höchstem Business-Wert (Top 10)
  • Core Web Vitals-Status in Search Console oder PSI (Field Data)

Relaunch-Tracking-Checkliste:

  • Basis-Tags laufen (Analytics/Tag Manager)
  • Conversion-Ereignisse sind identisch oder bewusst neu definiert
  • Danke-Seiten / Events funktionieren (Test-Conversion durchführen)
  • Kampagnen-Parameter (UTM) werden nicht zerstört
  • 404-Tracking aktiv (damit du Redirect-Lücken schnell siehst)

5. CONTENT UND INFORMATION ARCHITECTURE: DAMIT DIE NEUE SEITE NICHT „SCHÖN, ABER LEER“ IST

5.1 Inhalte nach Suchintention strukturieren

  • Leistung = Problem + Lösung + Proof + Prozess + FAQ + CTA
  • Case Studies = Ausgangslage + Vorgehen + Ergebnis + Zahlen/Belege + Learnings
  • Blog = Hub-Logik: Kategorien/Cluster statt isolierter Einzelposts

5.2 Interne Verlinkung planen (Relaunch-Chance, kein Nachtrag)

  • Von starken Seiten auf wichtige Money Pages verlinken
  • Blogartikel in thematische Cluster bringen
  • Navigation, Footer, und „Related Content“ bewusst nutzen

5.3 Proof einbauen (damit B2B-Seiten mehr Anfragen bringen)

  • Referenzen, Ergebnisse, Kundenstimmen, Prozessgrafik, Timeline
  • Konkrete Leistungsversprechen statt Floskeln
  • FAQs zu typischen Entscheidungsfragen (auch SEO-stark)

6. GO-LIVE CHECKLISTE: DER TEIL, DER ÜBER NACHT ALLES RUINIEREN ODER RETTEN KANN

6.1 Technische Go-live-Checks

  • Redirects live und getestet (Stichprobe + automatisierter Crawl)
  • 404-Seiten: sinnvoll, mit Links, nicht „tot“
  • SSL/HTTPS korrekt, keine Mixed-Content-Warnungen
  • Performance: Startseite und 3–5 wichtigste Templates prüfen
  • Formulare: alle testen (inkl. E-Mail-Zustellung, Spam-Schutz, Bestätigungen)
  • Suche (falls vorhanden): Index aktuell, Ergebnisse plausibel

6.2 SEO Go-live-Checks

  • robots.txt und noindex sauber
  • Canonicals korrekt
  • Sitemap aktuell und eingereicht
  • Wichtige Seiten per URL Inspection anstoßen (wenn nötig)

6.3 Operativer Go-live-Plan

  • Zuständigkeiten für „Hotfix-Fenster“ (erste 24–72 Stunden)
  • Rollback-Plan (wenn wirklich nötig)
  • Monitoring: Wer schaut wann in welche Reports?

7. NACH DEM RELAUNCH: 30-TAGE-PLAN FÜR STABILE SICHTBARKEIT

Woche 1

  • Crawl-Fehler beobachten (Coverage/Indexierung)
  • 404s sammeln und Redirects nachziehen
  • Conversion-Tracking validieren (echte Leads/Tests)

Woche 2–4

  • Rankings und Landingpage-Traffic vergleichen (vorher/nachher)
  • Interne Links optimieren (was wird geklickt, was nicht?)
  • Performance-Quick-Wins nachziehen (LCP/INP/CLS)

Wichtig: Google weist darauf hin, dass Sichtbarkeit während einer Migration/Relaunch-Phase vorübergehend schwanken kann und sich mit der Zeit stabilisiert.

Wir entwickeln Websites nicht „für den Launch“, sondern für den Betrieb: mit sauberer Struktur, klaren Inhalten und einer technischen Basis, die Performance, SEO und Weiterentwicklung mitdenkt. So wird aus einem Relaunch ein System, das langfristig Leads und Vertrauen aufbaut.


BONUS: DIE KURZ-CHECKLISTE (ZUM KOPIEREN INS PROJEKT)

Vorbereitung

  1. Ziele, Scope, Must-have zum Go-live
  2. Content-Inventur + Mapping (behalten/neu/zusammenführen/löschen)
  3. URL-Plan + Redirect-Matrix
  4. Staging mit realistischem Setup

SEO/Tech

  1. Redirects 301 sauber, nicht „alles auf Startseite“
  2. Canonicals, robots, noindex geprüft
  3. Sitemap neu gebaut und in Search Console eingereicht
  4. Performance-Sanity (LCP/INP/CLS im Blick)

Go-live

  1. Formulare und Conversions getestet
  2. Monitoring aktiv (404, Indexierung, Traffic, Leads)
  3. Hotfix-Fenster + Verantwortlichkeiten

Nachlauf

30 Tage: Fehler nachziehen, interne Links optimieren, Quick Wins umsetzen

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