
Intelligente Produktsuche im B2B‑E‑Commerce – so führst du deine Kunden schneller zum Ziel
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In der Theorie ist sie simpel, in der Praxis entscheidet sie über Erfolg oder Frustration: die Produktsuche im B2B-E-Commerce. Gerade im professionellen Umfeld erwarten Nutzer:innen schnelle, präzise Ergebnisse, auch bei komplexen Anforderungen. In diesem Beitrag zeigen wir, worauf es bei einer intelligenten Suchfunktion wirklich ankommt und wie moderne Technologien dabei helfen, Kund:innen effizient ans Ziel zu führen.
Warum die Produktsuche mehr als eine Suchleiste ist
Viele Onlineshops unterschätzen die Bedeutung der internen Suche. Laut Untersuchungen des Baymard Institute scheitern über 70 % der Shops daran, die Erwartungen ihrer Kunden an Einfachheit und Zuverlässigkeit zu erfüllen. Häufig sind schon kleine Hürden wie Tippfehler, unterschiedliche Produktbezeichnungen oder der Wunsch nach thematischen Suchanfragen ein Grund, die Website zu verlassen und das obwohl 43 % der Besucher direkt die Suchleiste ansteuern.
Wer seine Produktsuche nicht optimiert, verschenkt Umsatzpotential.
Arten von Suchanfragen, die ein moderner Shop beherrschen muss
Käufer suchen auf sehr unterschiedliche Weise. Im ersten und zweiten Teil der eCube‑Artikelserie wurden mehrere grundlegende Suchtypen identifiziert. Diese lassen sich im B2B‑Kontext wie folgt zusammenfassen:
- Exakte Suche – der Käufer kennt die Bezeichnung oder Artikelnummer (z. B. „Coromill 415“) und erwartet trotz Tippfehlern oder Synonymen ein passendes Ergebnis.
- Filtern nach Produkttypen und ‑eigenschaften – Suchanfragen wie „Planfräser“ oder „Daunenjacke“ erfordern Drill‑Down‑Filter und Facetten, um den Nutzer schnell zum richtigen Segment zu führen.
- Freie Suche nach Problemlösungen oder Anwendungen – Nutzer haben noch keine konkrete Produktidee und suchen nach Lösungen wie „Metall fräsen“. Hier hilft es, neben Produkten auch Anleitungen oder Fachartikel anzubieten.
- Suche ohne Produktbezug – viele suchen nach Informationen wie Versandrichtlinien oder Bedienungsanleitungen. Eine zentrale Suche sollte daher auch redaktionelle Inhalte erfassen.
- Suche nach Produkteigenschaften – Nutzer kombinieren mehrere Attribute („Salbe Füße Feuchtigkeit“) und erwarten logische Verknüpfungen. Viele Shops scheitern bei solchen komplexen Abfragen.
- Suche nach kompatiblen Produkten – im technischen Handel werden Zubehör oder Ersatzteile benötigt. Es reicht nicht, das Hauptprodukt zu finden; Zubehör muss intelligent verknüpft werden.
- Suche nach subjektiven Kriterien – Suchbegriffe wie „platzsparend“ oder „formschön“ erfordern detaillierte Metadaten und kontinuierliches Lernen aus Suchvorgängen.
- Volltext‑ und natürliche Sprachsuche – die „Königsklasse“ der Suche erlaubt frei formulierte Fragen und nutzt Fuzzy Matching und semantische Algorithmen, um den Kontext zu verstehen. Solche Features gehen über einfache Stichwortsuche hinaus und erfordern eine intelligente Suchfunktion.
Produktdaten als Treibstoff für die Suche
Eine Suchmaschine ist nur so gut wie die Daten, die sie verarbeitet. Hochwertige Produktdaten mit strukturierten Attributen und umfangreichen Metadaten sind der Treibstoff für präzise Ergebnisse. Händler sollten Produktinformationen automatisiert anreichern und konsolidieren um die besten Ergebnisse für die Suchanfragen zu erreichen.
Metadaten fungieren als „Regieanweisungen“ für Suchalgorithmen und sorgen dafür, dass Filter und Suchlogik auch bei komplexen Anfragen sinnvoll reagieren. Tools und der Einsatz von KI (künstlicher Intelligenz) helfen, Qualitätslücken im Datenbestand zu erkennen und zu beheben.
Intelligente Suchfunktionen und aktuelle Trends
Moderne Suchfunktionen gehen weit über einfache Keyword‑Abgleiche hinaus. Sie nutzen Algorithmen zur Indexierung, Relevanzranking und Personalisierung. Maschinelles Lernen erkennt Schreibfehler und Synonyme und passt die Ergebnisse an das Nutzerverhalten an.
Der Trend geht dahin, natürliche Sprache zu verstehen, Vektor‑ und semantische Suche zu nutzen und Ergebnisse individuell zu gewichten.
Gerade im B2B‑Umfeld lohnt sich eine leistungsfähige, modular integrierte Suchlösung, sei es als Bestandteil eines Shopsystems oder als eigenständiger Service, der sich über APIs anbinden lässt. Bereits heute setzen viele Händler auf spezialisierte Onsite‑Suchen wie Fact‑Finder, die monatlich Millionen Anfragen verarbeiten.
Praxisbeispiel: GESIPA – Digitale Produktwelt für Profis der Blindniettechnik
Unser eigenes Projekt für GESIPA®, einen der weltweit führenden Anbieter für Blindniettechnik, zeigt, wie eine leistungsfähige Suchfunktion zum Herzstück eines komplexen Produktportals wird.
Beim globalen Relaunch der Website mussten internationale Anforderungen, komplexe Produkthierarchien und die Integration externer Systeme (PIM, Marketing) berücksichtigt werden.
Wir entwickelten eine skalierbare TYPO3‑Plattform mit individuell erweiterbaren Modulen, die eine intelligente Produktsuche, Filterfunktionen und Standortsuche ermöglichen. Über 4 000 Produkte und Ersatzteile lassen sich nach Attributen wie Kategorie, Abmessungen oder Material filtern. Eine länder‑ und PLZ‑bezogene Ansprechpartner‑Logik sowie interaktive Karten helfen Nutzern, schnell den richtigen Kontakt zu finden.
Das Ergebnis ist ein zentrales digitales Tool, das Produkte, Beratung und Vertrieb verbindet und für internationale Skalierung optimiert ist.
Fazit: Sucherlebnis als Wettbewerbsfaktor
Eine intuitive und leistungsfähige Produktsuche entscheidet darüber, ob Besucher zu Kunden werden. Sie muss unterschiedliche Suchstrategien unterstützen, Tippfehler und Synonyme verstehen, individuelle Präferenzen berücksichtigen und dabei auf einer soliden Datenbasis aufbauen.
Wer seine Produktdaten strukturiert und mit Metadaten anreichert, schafft die Grundlage für intelligente Suchalgorithmen.
In Verbindung mit modernen Technologien wie maschinellem Lernen und semantischer Suche lässt sich so ein Sucherlebnis schaffen, das Kunden begeistert und die Conversion steigert.
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